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Ringstraße - Straße des Protests

Rund um Wiens historisches Zentrum führt die Ringstraße mit ihren Prachtbauten. Mit Allerhöchstem Handschreiben erließ Kaiser Franz Joseph I. 1857 den Befehl "zur Auflassung der Umwallung und Fortifikation der inneren Stadt" und ordnete den Bau einer Umfassungsstraße an. Als Repräsentationsboulevard sollte sie Macht und Größe der Monarchie demonstrieren und auch beitragen, diese Macht zu erhalten. "Bei der Anlage dieses neuen Stadttheiles ist zuvörderst auf die Erbauung einer befestigten Kaserne, in welcher auch die große Militär-Bäckerei und das Stabsstockhaus unterzubringen sind, Rücksicht zu nehmen" hieß es in dem Allerhöchsten Handschreiben, bevor noch von anderen Öffentlichen Gebäuden die Rede war. In der Kommission, die die eingereichten Pläne beurteilen sollte, saßen neben Repräsentanten des Innen- und des Handelsministeriums und dem Wiener Bürgermeister selbstverständlich Vertreter der Militär-Central-Kanzlei und der Obersten Polizei-Behörde. Adel und Großbürgertum beeilten sich, repräsentative Palais entlang der Straße errichten zu lassen, um ihren Anteil an Macht und Größe sichtbar werden zu lassen.

Am 1. Mai 1865 wurde die Ringstraße von Kaiser Franz Joseph I. in Anwesenheit von Kaiserin Elisabeth, zahlreicher Erzherzöge, Minister und Vertreter der Stadt Wien mit Bürgermeister Andreas Zelinka an der Spitze feierlich eröffnet.

Seither ist es die Ringstraße, wo die Herrschenden mit Militärparaden und Festzügen ihre Macht demonstrieren. Doch wenn die Beherrschten, das Volk, die Bürger und Bürgerinnen des Landes ihren Forderungen Nachdruck verleihen wollen, dann ziehen sie ebenfalls über die Ringstraße, um zu zeigen, wie viele sie sind und wie entschlossen sie sind, ihre Forderungen durchzusetzen.

Der Spaziergang beginnt beim Schwarzenbergplatz, oft als Treffpunkt für Demonstrationen genutzt, und führt bis zum Rathaus. Die Berichte sind chronologisch angeordnet. Ein Anspruch auf Vollständigkeit besteht nicht. Auch hängt die Auswahl der Ereignisse davon ab, ob und welches Material zu finden war. Die Orte können mit dem Smartphone oder dem Tablet besucht werden. An den bezeichneten Orten öffnen sich die entsprechenden Stories und können gehört und gesehen werden. Kopfhörer sind dazu sehr zu empfehlen. Natürlich kann man die Orte auch auf dem PC virtuell besuchen.

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Martin Auer
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